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NRW-Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer (3.v.r.) hat am 9. Januar 2024 die InfraTech in Essen eröffnet.
Foto: Heidi Schettner
NRW-Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer (3.v.r.) hat am 9. Januar 2024 die InfraTech in Essen eröffnet.

Messe

InfraTech 2024: Klimafolgen bewältigen

200 Aussteller und fast 7000 Fachbesucher – das ist das Fazit der InfraTech2024, die vom 9. bis zum 11. Januar nun schon in ihrer sechsten Auflage auf dem Gelände der Messe Essen stattfand.

Hochwasser im Winter, Trockenheit und überhitzte Innenstädte im Sommer: Praktische Lösungen, wie sich Kommunen und Unternehmen besser auf die Bewältigung der Klimafolgen einstellen können, lieferte die 6. Auflage der InfraTech 2024. Fazit der Messe: Es gibt genügend technische Lösungen, um die Herausforderungen zu bestehen.

Politprominenz vor Ort

NRW-Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer und Staatssekretär Viktor Haase waren die prominentesten Gäste der Messe. Zur Messeeröffnung am 9. Januar wies Krischer auf die besondere Rolle der InfraTech für Kommunen und öffentliche Infrastrukturanbieter hin. „Wir sind froh, dass wir diese Innovationsmesse in NRW haben. Ich hoffe, dass viele Fachleute die Messe besuchen werden, damit die hier vorgestellten Innovationen Eingang in die Praxis finden. Die Messe ist eine tolle Plattform", so Krischer. Die Infrastruktur sei in die Jahre gekommen, das Land, aber auch die Kommunen, müssten erheblich in die Infrastruktur investieren. Welche neuen technischen Lösungen es gibt, um beispielsweise die Folgen von Starkregen und Hitze besser bewältigen zu können oder Straßen und Brücken zu sanieren, zeigten die Aussteller der Messe. Krischer betonte, dass gerade eine zunehmende Digitalisierung und Standardisierung im Bauwesen zielführend sein könne, um Bauprojekte schneller und effizienter umzusetzen.

„Die Politik kann sich davor auch nicht mehr verstecken", sagte Klimamanager Roland Stud, der den Themenbereich Klimafolgenbewältigung auf der Messe leitete, mit Blick auf die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Auch den Otter unterstrich nochmals: „Deshalb ist der rege Austausch zwischen den Vertretern öffentlicher Unternehmen, der Wirtschaft, der Politik und den Dienstleistern und Unternehmen so wichtig.“ Auch zahlreiche Kommunalpolitiker und Vertreter von Stadtverwaltungen informierten sich in Essen.

Innovationspreis – ein Stein der Wasser speichert

Der InfraTech-Innovationspreis wurde 2024 bereits zum fünften Mal vergeben. 2016 wurde er von Rotterdam Ahoy, dem Veranstalter der InfraTech, ins Leben gerufen. Seit 2018 lobt ihn das das IKT Institut für unterirdische Infrastruktur in Gelsenkirchen aus. IKT-Direktor Roland Waniek betonte, dass die Städte auf solche Innovationen angewiesen seien, um die Klimafolgen besser bewältigen zu können. Dabei seien Neuentwicklungen besonders wichtig, die im Bestand eingesetzt werden können.

Mit dem diesjährigen Innovationspreis hat NRW-Umweltstaatssekretär Haase den neuartigen Betonstein der Firma Godelmann aus der Nähe von Nürnberg ausgezeichnet. Der Klimastein ist eine Weltneuheit: Der Pflasterstein kann Wasser speichern und in Wärmeperioden wieder abgeben und damit die Umgebungstemperatur in Städten senken.

Die starke Erwärmung verdichteter Städte vor allem im Sommer will der mittelständische Betonsteinhersteller aus der Oberpfalz mit seinem neu entwickelten Klimastein lindern. Der Pflasterstein bietet die Verdunstungsleistung einer Wiese und ermöglicht damit besonders in heißen Sommern eine fühlbare Abkühlung.  

Der Pflasterschein besteht aus drei Schichten. Die oberste Schicht, über die Passanten laufen, reflektiert die Wärmestrahlung und kann zugleich Oberflächenwasser filtern und es in eine darunter liegende Speicherschicht leiten. Dank seiner offenporigen Gestaltung kann der Stein wie ein Schwamm große Mengen Regenwasser aufnehmen und wieder abgeben. Die feinporige dritte Schicht mit Kapillaren ist weniger durchlässig und hält das Wasser im Stein, sodass mehr Feuchtigkeit an die Luft abgegeben werden kann. Zudem ermöglichen die Kapillare, dass der Stein Feuchtigkeit auch aus dem Erdreich aufnehmen und verdunsten kann. „Der natürliche Wasserkreislauf bleibt mit dem Einsatz des Klimasteins weitestgehend erhalten“, so Geschäftsführer Godelmann. Nach seinen Angaben kann der Stein 52 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags speichern und wieder abgeben.

Zum Abschluss der Messe kündigte Messechefin den Otter an, dass die 7. Ausgabe der InfraTech in zwei Jahren vom 13. bis 15. Januar 2026 wieder in der Messe Essen stattfinden wird. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ist Schirmherr der Messe; mit Straßen.NRW besteht eine strategische Partnerschaft.

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Eins Stein wie eine Wiese: Mit dem diesjährigen Innovationspreis hat NRW-Umweltstaatssekretär Viktor Haase (2.v.r.) den neuartigen Betonstein der Firma Godelmann ausgezeichnet.
Foto: Heidi Schettner
Eins Stein wie eine Wiese: Mit dem diesjährigen Innovationspreis hat NRW-Umweltstaatssekretär Viktor Haase (2.v.r.) den neuartigen Betonstein der Firma Godelmann ausgezeichnet.

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